Mit der SZ plauderte Udo Jürgens (76, nicht 66) über Computa, sich nackig machen im sozialen WWW bei Facebook & Co und anderes nerdiges. Wer ihn aufgrund des Liedtextes von “Du bist durchschaut” so interpretiert, dass er entweder mit der digitalen Welt nichts am Hut habe oder aber die neuen sozialen Medien nicht verstehen würde, weil er sie in dem oben erwähnten Lied zu oberflächlich und falsch darstelle, werfe bitte einen Blick in das SZ-Interview. Dort wird er eine angemessen diferenzierte Sichtweise, die durchaus nicht nur schwarz oder weiss ist, auf die digitale Welt finden. Insoweit im Liedtext das ganze Web2.0 Zeugs überspitzt und einseitig dargestellt ist, ist das nicht lächerlich, eher das ins Lächerliche ziehen, was viele – mich eingeschlossen – so alles in die weite Welt hinausblasen und preisgeben. Vielmehr ist schön, dass er seinen Mit-66-Jahren-da-fängt-das-Leben-an-Leitsatz nicht verbummelt hat und so gut informiert ist, dass er eine klare, begründete Meinung hat. Chapeau, Herr Jürgens.
Süddeutsche Zeitung – Interview mit Udo Jürgens
PS: Die Musik ist nicht nach meinem Geschmack. Dennoch hat mich interessiert, was ein bekannter deutscher Musiker der Silversurfer-Generation über diese schöne neue digitale Welt zu sagen hat, denn er wird wohl für viele seiner zahlreichen Fans ein Meinungsbilder sein.
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